Allgemein Stadtrat Osthofen VG-Rat Wahl 2019

Die Elterninitiative Osthofen fragt nach

Wie ernst ist es den Parteien mit Familienfreundlichkeit und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Osthofen? Diese Frage stellt die Elternitiative Osthofen – ein Zusammenschluss von engagierten Eltern – im Vorfeld der Kommunalwahl 2019.

Wir vom Bürgerverein haben die Fragen gern beantwortet.

Die vollständigen Dokumente finden Sie am Ende dieses Beitrages.

Welche Maßnahmen möchte Ihre Partei in der kommenden Legislaturperiode umsetzen, um familienfreundlichere Strukturen in Osthofen zu ermöglichen bzw. nachhaltig zu verbessern?

Ein ganz wichtiges Thema für uns ist der Zustand des Jugendhauses.
Auch wenn im Gespräch ist, dass das Jugendhaus evtl. in vier oder fünf Jahren in der frei werdenden Seebachschule untergebracht werden soll, steht es für uns außer Frage, dass sich am äußeren Erscheinungsbild der Einrichtung zeitnah etwas zum Positiven ändern muss.
Der teils verwahrloste Zustand kann so nicht bleiben. Dieser lädt momentan weder Kinder noch Eltern sonderlich ein, das Angebot des Jugendhauses zu nutzen.
Außerdem würden wir gerne die Küche im Jugendhaus so modernisieren, dass sie mindestens den hygienischen Anforderungen entspricht. Gerade auch im Hinblick auf den Ausbau der Ferienbetreuung und der damit verbundenen Mehrnutzung des Jugendhauses ist dies unerlässlich.

Welche Maßnahmen möchte Ihre Partei in der kommenden Legislaturperiode umsetzen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Osthofen zu ermöglichen bzw. nachhaltig zu verbessern?

Familienfreundlichkeit bedeutet für uns aber auch, dafür zu sorgen, dass es neben den vielen kulturellen Veranstaltungen und Feste für Erwachsene eben auch Veranstaltungen dieser Art für Kinder in Osthofen gibt.
Unter anderem der Bürgersaal der Stadt Osthofen ist prädestiniert für Theateraufführungen, Puppentheater, Filmvorführungen oder vielfältige mögliche andere Veranstaltungen für Kinder.

Kinder sollen sicher zur Schule kommen. Aus diesem Grund werden wir uns von Anfang an beim Bau der neuen Grundschule für ein vorrausschauendes Verkehrskonzept stark machen.

Ein Thema, das uns sehr am Herzen liegt, ist die Eröffnung eines Mehrgenerationenhauses. Ein Ort an dem sich Jung und Alt trifft. An dem es Angebote für die verschiedensten Bedürfnisse gibt wie zum Beispiel vielfältige Beratungsangebote z.B. Altersvorsorge, Internetkurse/Handykurse für Senioren (Kinder/ Jugendliche helfen Senioren), Stillgruppe, Repair-Cafe, Hausaufgabenbetreuung (Senioren helfen Kindern), Nachmittagscafe, Kochkurse, Chor, Kreative Angebote und so weiter.
Ziel soll es sein, Menschen zusammenzubringen, die sich gegenseitig generationenübergreifend unterstützen können.

In der letzten Legislaturperiode hatten wir einen Versuch gestartet einen Wochenmarkt in Osthofen zu installieren. Wir würden dies gerne erneut angehen, weil wir davon überzeugt sind, dass es eine Bereicherung für unsere kleine Stadt wäre, frisch und regional einkaufen zu können und die Einkaufsqualität vor allem für Ältere oder weniger mobile Mitbürger erheblich verbessert werden könnte.

Welche Maßnahmen möchte Ihre Partei in der kommenden Legislaturperiode umsetzen, um Ferienbetreuungsangebote für (Grund-)Schulkindern in Osthofen so auszuweiten, dass
eine alterssichernde Erwerbstätigkeit für Eltern wahrscheinlicher wird?

Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf würden wir die bestehenden Strukturen (Vereine, Jugendhaus, Kirche etc.), die bereits eine hervorragende Kinder- und Jugendarbeit leisten, dabei unterstützen, die Betreuungsangebote auszuweiten, Netzwerke auszubauen und die notwendige Infrastruktur gerne bereitstellen.
Unser Wunschziel wäre eine verlässliche, qualifizierte Kinderbetreuung (täglich von 07:30-17:00Uhr) für vor allem Grundschulkinder an allen Ferien- und Brückentagen im Jahr.
Bezüglich einer Ausweitung der Kernbetreuungszeiten an den Grundschulen allerdings müssen auch wir uns am tatsächlichen Bedarf orientieren. Ist dieser gegeben, setzen wir uns selbstverständlich gerne für die Bereitstellung der Betreuungsmöglichkeiten ein.

Wie werden Sie das Vorhaben der Elterninitiative Osthofen für die Einberufung eines Eltern- und Familienbeirates unterstützen?

Zur Unterstützung der Einberufung eines Eltern- und Familienbeirates in Osthofen ist unsere Meinung nicht einheitlich. Wir alle vom Bürgerverein unterstützen ausdrücklich bürgerschaftliches Engagement, denn hieraus sind auch wir hervorgegangen. Dennoch hat sich für uns in der vergangenen Legislaturperiode gezeigt, dass die Institutionalisierung nicht unbedingt zielführend ist. Wir sprechen uns nachdrücklich dafür aus, die Sorgen und Nöte, aber auch Verbesserungsvorschläge zu bestehenden Sachverhalten anzuhören und in den vorhandenen Gremien zu diskutieren. Hier besteht auch immer die Möglichkeit, im Rahmen z.B. der Einwohnerfragestunde Themen in die Räte einzubringen. Prinzipiell sollten natürlich alle demokratisch gewählten Vertreter der verschiedenen Ratsfraktionen Anlaufstelle und Ansprechpartner für Belange aus der Bürgerschaft sein. Dies sollte allen Bürgern Möglichkeit genug geben, ihre Themen zunächst in den gewählten Fraktionen, nachfolgend in den zuständigen Gremien behandelt zu wissen, ohne wesentlichen, zusätzlichen Verwaltungsaufwand.
Eine Mitarbeit von Vertretern der Elterninitiative in verschiedenen Gremien ist ebenfalls denkbar – die Einrichtung eines separaten Beirates ist hierfür nicht erforderlich. Alle Fraktio-nen haben die Möglichkeit, in verschiedenen Ausschüssen (z.B. Sozial- oder Kulturausschuss) auch Nicht-Ratsmitglieder zu benennen.

Vollständige Fragen- und Antworten